Die Konferenz stand unter dem Motto „Booster für die Impfkampagne: Die Rolle der Kommunikation“. Die Teilnehmenden diskutierten über aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze im Bereich der Impfkommunikation und erwarben ein Wissensupdate rund ums Thema Impfen. Die NaLI-Geschäftsstelle war im Wissenschaftlichen Komitee insbesondere an der fachlichen Gestaltung sowie an der Auswahl des Posterpreises beteiligt.
Den Auftakt bildeten die Grußworte von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken. In ihrer Rede ging sie unter anderem auf das für 2028 geplante NaLI-HPV-Impfjahr, das NaLI-HPV-Impfkonzept sowie die Weiterentwicklung des Nationalen Impfplans durch die NaLI ein. Neben Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann begrüßten Dr. Simone Gurlit als wissenschaftliche Leitung der NIK und Dr. Sandra Dybowski als Vorsitzende der NaLI die Gäste.
Im Anschluss standen vielfältige Fachvorträge im Mittelpunkt. Themen waren unter anderem Entscheidungspsychologie und Kommunikationsmechanismen, zielgruppenspezifische Ansprache beim Impfen, Ursachen von Impfskepsis sowie der Umgang mit Impfkritik und Desinformation.
Am zweiten Konferenztag lag der Fokus auf aktuellen Entwicklungen und wissenschaftlichen Updates rund um das Impfen. Vertreterinnen und Vertreter von STIKO, BMG, RKI und PEI präsentierten neue Erkenntnisse und Aktivitäten. Auch die NaLI-Geschäftsstelle stellte ihre aktuellen Schwerpunkte vor.
Dr. Cornelia Höflich, Vorsitzende der NaLI-Arbeitsgruppe zur Aktualisierung des Nationalen Impfplans, erläuterte die Hintergründe zum Nationalen Impfplan und gab Einblicke in die laufende Evaluation des Impfplans von 2012. Diese Arbeit soll Grundlage zur Ausarbeitung des neuen Nationalen Impfplans sein, in dem auch neue europäische und nationale Impfziele, die für Deutschland wichtig sind, berücksichtigt werden sollen.
Die Arbeit der zweiten NaLI-Arbeitsgruppe wurde von Dr. Marianne Röbl-Mathieu vorgestellt, Vorsitzende der AG Masern/Röteln/HPV und stellvertretende Vorsitzende der STIKO. Neben aktuellen Daten zur Wirksamkeit der HPV-Impfung präsentierte sie das Ende 2025 veröffentlichte NaLI-HPV-Impfkonzept.
Ergänzt wurde das Programm durch mehr als 60 Posterbeiträge aus sechs Kategorien. Das Wissenschaftliche Komitee nominierte im Vorfeld sieben Poster für den Posterpreis, der von der Stiftung Kinder.Gesundheit.Mainz verliehen wurde. Raum zur Diskussion direkt mit den Autorinnen und Autoren zu den vorgestellten Daten, Studienergebnissen oder durchgeführten Aktionen war während der Postersession am 28. April. Im Laufe der Postersession erfolgte die abschließende Bewertung durch das Wissenschaftliche Komitee. Bei der Posterpreisverleihung wurden alle nominierten Posterpreis-Kandidatinnen und -Kandidaten kurz vorgestellt.
Ausgezeichnet wurde das Poster „Künstliche Intelligenz zur Verbesserung der Impfbereitschaft bei Patientinnen und Patienten mit leichten kognitiven Einschränkungen in der Primärversorgung – Ergebnisse der randomisiert kontrollierten Pilotstudie AVA“ vom Institut für Allgemeinmedizin des Klinikums der LMU, das anschließend im Plenum vorgestellt wurde.
Zum Abschluss der Konferenz fand die symbolische Staffelstabübergabe von Nordrhein-Westfalen an das Saarland statt, das die 10. Nationale Impfkonferenz im Jahr 2028 ausrichten wird. Mit der Übergabe der NIK ging auch der NaLI-Vorsitz an das Saarland über.
Die NaLI-Geschäftsstelle bedankt sich bei allen engagierten Referentinnen und Referenten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, dem Wissenschaftlichen Komitee sowie dem Organisationsteam für eine gelungene Veranstaltung. Die NIK bot spannende Vorträge, intensive Diskussionen, wertvolle Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um das Thema Impfen und Kommunikation und die Möglichkeit sich persönliche vernetzen und fachlich auszutauschen.

