Bunte Büroklammern von oben fotografiert.

Infos & Service

Veröffentlichungen und Stellungnahmen der NaLI

NaLI-Stellungnahme zur Würdigung der STIKO und ihrer Arbeitzuletzt aktualisiert am: 11.10.2021

Mitglieder der NaLI betonen Bedeutung der STIKO und ihrer Arbeit

Die Nationale Lenkungsgruppe Impfen (NaLI) weist auf den Stellenwert der wissenschaftlichen Arbeit der Ständigen Impfkommission (STIKO) und ihrer auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und der verfügbaren Evidenz ausgearbeiteten und begründeten Impfempfehlungen hin – insbesondere während der Covid-19-Pandemie.

Die STIKO setzt sich aus Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen der Wissenschaft und Forschung, aus dem Bereich des öffentlichen Gesundheitsdienstes und der niedergelassenen Ärzteschaft zusammen. Aktuell besteht die STIKO aus 18 Mitgliedern, die nach dem Infektionsschutzgesetz durch das Bundesministerium für Gesundheit im Benehmen mit den obersten Landesgesundheitsbehörden für drei Jahre berufen wurden (Berufungsperiode 2020 bis 2023). Die Arbeit in der STIKO ist ehrenamtlich. Unterstützt werden die STIKO-Mitglieder in ihrer Tätigkeit durch die Geschäftsstelle der STIKO, welche im Fachgebiet Impfprävention des Robert Koch-Instituts angesiedelt ist. Die STIKO-Geschäftsstelle führt systematische Analysen der Fachliteratur und Modellierungen durch und stellt die Erkenntnisse den STIKO-Mitgliedern zur Verfügung.

Als unabhängiges Expertengremium entwickelt die STIKO auf Basis der evidenzbasierten Medizin Impfempfehlungen für Deutschland. Dabei orientiert sich die STIKO vorwiegend nicht nur am Nutzen für den geimpften Einzelnen, sondern auch am Nutzen für die gesamte Bevölkerung. Im Gegensatz dazu ist für die Zulassung von Impfstoffen nur deren Wirksamkeit, Unbedenklichkeit und pharmazeutische Qualität entscheidend. Neben dem darauf basierenden individuellen Nutzen-Risiko-Verhältnis analysiert die STIKO darüber hinaus auch die epidemiologischen Auswirkungen von Impfstrategien auf Bevölkerungsebene. Aus Sicht der NaLI ist insbesondere während der Covid-19-Pandemie, in der in rascher Abfolge immer neue Erkenntnisse zur Erkrankung und den verwendeten Impfstoffen gewonnen werden, eine kontinuierliche wissenschaftliche Aufbereitung durch die STIKO unerlässlich.

Im Infektionsschutzgesetz sind die Aufgaben der STIKO fest verankert. Die Empfehlungen der STIKO gelten als medizinischer Standard und sind eine wichtige Orientierung für politische Entscheidungsträger. In der aktuellen Pandemiesituation, in der vieles neu oder noch nicht bekannt ist und sich der Wissensstand sehr rasch weiterentwickelt, besteht ein großer Bedarf an fundierter Information. Nach Einschätzung der NaLI ist deshalb eine professionelle, wissenschaftliche Bewertung und Einordnung der aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie die transparente Bereitstellung dieser Informationen – wie sie die STIKO bietet – äußerst wichtig.

Die Nationale Lenkungsgruppe Impfen dankt der STIKO sowie der STIKO-Geschäftsstelle und würdigt ihren unermüdlichen Einsatz bei der kontinuierlichen Prüfung und wissenschaftlichen Bewertung der aktuellen Forschungsergebnisse.

Der Vorsitz in Vertretung der Nationalen Lenkungsgruppe Impfen
Wiesbaden, den 11.10.2021


>> Stellungnahme der NaLI zur Würdigung der STIKO und ihrer Arbeit (pdf)

 

NaLI-Handlungsleitfaden für das Management von Masern- und Rötelnfällenzuletzt aktualisiert am: Obtober 2020

Das Bild zeigt eine blaue Deutschlandkarte. Auf der Karte liegt eine weiße Schleife. Am Anfang der Schleife sind viele rote Punkte drauf, die am Ende immer mehr verschwinden. Daneben der Text Masern und Röteln eliminieren.

Generischer Leitfaden für das Management von Masern- und Rötelnfällen und 
-ausbrüchen in Deutschland

Empfehlungen und Unterstützug insbesondere für den öffentlichen Gesundheitsdienst sowie Tätige im Gesundheitswesen beim Auftreten von Verdachts- und Erkrankungsfällen von Masern oder Röteln. Der Leitfaden wurde im Oktober 2020 aktualisiert.

>> NaLI-Leitfaden Masern/Röteln 
     (2. Auflage, Oktober 2020)

NaLI-Poster: Umsetzung nationaler Impfstrategienzuletzt aktualisiert am: Mai 2019

Umsetzung nationaler Impfstrategien – aktuelle Aktivitäten der Nationalen Lenkungsgruppe Impfen (NaLI) und ihrer Arbeitsgruppen

Hintergrund: Die Nationale Lenkungsgruppe Impfen (NaLI) ist ein Bund-Länder-Gremium, in der sich bundesweit wichtige am Impfen beteiligte Akteure untereinander austauschen und nachhaltige Impfstrategien abstimmen. Das Impfwesen in Deutschland ist im Nationalen Impfplan (NIP) transparent dargestellt und gemeinsam avisierte Ziele mit dafür erforderlichen Maßnahmen sind darin benannt. Aufgabe der NaLI ist es, den NIP umzusetzen und weiterzuentwickeln. Dafür tauscht sie sich eng mit den Mitgliedern aus und bezieht weitere Akteure aus dem Impfbereich ein. Dabei wird großer Wert auf die völlige Unabhängigkeit von der impfstoffherstellenden Industrie gelegt.

Fokussierte Schwerpunktsetzung: Aufgrund von aktuellen Krankheitsausbrüchen, noch nicht erreichten Impfzielen oder konkreter Fragestellungen rund um das Thema Impfen bildet die NaLI themenspezifische Arbeitsgruppen. Zurzeit gibt es die beiden NaLI-Arbeitsgruppen (NaLI-AGs) Masern/Röteln/HPV und Präventionsgesetz (PrävG).

Aktuelle Aktivitäten der NaLI-AGs: Mehrere Bevölkerungsgruppen weisen noch so große Impflücken auf, dass Masern sich immer wieder ausbreiten können. Die NaLI-AG Masern/Röteln hat als Zielgruppe für weitere Maßnahmen, die zu einer Verbesserung der Impfsituation beitragen können, u.a. das med. Personal identifiziert. In einem Schreiben wurden die Leitungen von Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen auf die durch den §23a IfSG entstandenen Möglichkeiten hinsichtlich des Impfschutzes von med. Personal als wichtige Maßnahme zum Patienten- und Eigenschutz hingewiesen. Zudem kommt der Ärzteschaft beim Impfen eine Schlüsselrolle zu. Deshalb arbeitet die NaLI bei der aktuellen Überarbeitung des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalogs Medizin (NKLM) mit und setzt sich dabei für eine stärkere Verankerung des Themas Impfen in Studium und Ausbildung der angehenden Ärzte ein. Ein weiterer Schwerpunkt war die Entwicklung eines standardisierten Ausbruchsmanagements für Masern und Röteln, welches in Form eines Leitfadens im Frühjahr 2019 durch die NaLI herausgegeben wurde. Aktuell wurde der Arbeitsauftrag an die AG um die Förderung der HPV-Impfung ergänzt.

Die NaLI-AG PrävG analysiert die Möglichkeiten der Umsetzung von Impfthemen im 2015 in Kraft getretenen PrävG und berät über die Beseitigung struktureller Hindernisse und resultierende Maßnahmen. Im Fokus stehen Maßnahmen für ein niedrigschwelliges Impfangebot, wie fachübergreifendes Impfen, aufsuchende Impfangebote des Öffentlichen Gesundheitsdienstes oder Impfen durch Apotheker. Da die Regelung des §23a IfSG im Zuge des PrävG eingeführt wurde, sind dessen Umsetzung und die Ansatzpunkte für eine generelle Verbesserung des Impfschutzes für med. Personal bei der AG ein zentrales Thema.

Ausblick: Ein ganz wesentliches Anliegen der NaLI ist die Transparenz beim Impfwesen und die entsprechende Öffentlichkeitsarbeit. Auf der neu konzipierten NaLI-Website werden daher u.a. die aktuellen und zukünftigen Aktionen der NaLI und ihrer AGs dargestellt.

>> NaLI-Poster zu Nationalen Impfstrategien
     (6. Nationale Impfkonferenz in Hamburg, Mai 2019)

NaLI-Poster: Die NaLI geht onlinezuletzt aktualisiert am: Mai 2019

Die NaLI geht online – Neue Website der Nationalen Lenkungsgruppe Impfen als Lotse durch das Impfwesen in Deutschland

Hintergrund und Auftrag: Die Nationale Lenkungsgruppe Impfen (NaLI) hat die Aufgabe, durch enge Zusammenarbeit ihrer Mitglieder an der Umsetzung der im Nationalen Impfplan (NIP) festgelegten nationalen Impfziele mitzuwirken. Als wichtiger Auftrag der Gesundheitsministerkonferenz gehört dazu auch die Information der interessierten Öffentlichkeit über das komplexe Impfwesen in Deutschland mit den verschiedenen verantwortlichen Institutionen und Akteuren. Ergänzend zu den zahlreichen sehr guten fachlichen Internetseiten zum Thema Impfen wird diese Website auch einen Überblick über die individuellen Kampagnen und Regelungen in den Bundesländern geben, im Sinne einer Lotsenfunktion Verantwortlichkeiten darstellen und fachliche Websites und Ansprechpartner verlinken.

Vorgehen: Die Geschäftsstelle der NaLI suchte über eine öffentliche Ausschreibung eine geeignete Webagentur mit den gewünschten fachlichen Kompetenzen. Dank des schlüssigen Konzepts auf Basis der NIP-Inhalte wurde mit einer im öffentlichen Gesundheitswesen bereits etablierten medizinisch-wissenschaftlichen Agentur ein Vertrag über Konzeption, Programmierung und Support dieser Website sowie die Entwicklung eines Corporate Designs (CD) inklusive eines Logos geschlossen. Bei der Abstimmung und Erstellung der Website werden die NaLI-Mitglieder intensiv beteiligt.

Konzipierung: Über ein Abstimmungsverfahren in der NaLI wurden zunächst das Logo, das CD und die ersten Konzepte zur Website beschlossen. Zusammen mit der Festlegung der Struktur und des Inhaltes wurde als Zielgruppe die informierte (Fach-)Öffentlichkeit sowie die interessierte Allgemeinheit definiert und die Zuordnung durch unterschiedlichen Farbhintergrund auf der Website kenntlich gemacht. Die grundlegenden Themen aus dem NIP wurden als Hauptnavigationsordner ausgewählt, über die ein möglichst genaues Bild des Impfwesens in Deutschland, der impfpräventablen Erkrankungen und der Arbeit der NaLI vermittelt wird. Neueste Meldungen und Pressemitteilungen sollen bereits auf der Startseite Aktualität garantieren und Interesse wecken. Verlinkungen zu Institutionen wie dem Robert Koch-Institut oder der BZgA garantieren umfassende und vertrauenswürdige Information. Veröffentlichungen der NaLI und allgemein zugängliche grundlegende Literatur wie der NIP können in einem Download-Bereich heruntergeladen werden. Ein Login-Bereich wird Mitgliedern der NaLI in Zukunft Zugriff auf Protokolle und interne Schriftstücke ermöglichen.

Fazit: Durch den Onlinegang der Website präsentiert sich die NaLI erstmalig der gesamten Öffentlichkeit als vertrauenswürdiger und etablierter Akteur des deutschen Impfwesens und erfüllt mit dieser von Bund und Ländern unterstützten Lotsenfunktion über das Impfwesen in Deutschland ein Alleinstellungsmerkmal. Über umfassende und unabhängige Informationen wird hier ein Statement für den Impfgedanken und die Gesundheit der Bürger abgegeben. Das gewählte Logo verbindet den Internetauftritt mit zukünftigen Entscheidungen der NaLI zur Erreichung höherer Impfquoten in Deutschland und fördert durch seine Signalwirkung die Identifikation mit diesem für das deutsche Impfwesen wichtigen Gremium.

>> NaLI-Poster zum Onlinegang der Website
     (6. Nationale Impfkonferenz in Hamburg, Mai 2019)

NaLI-Poster: Evaluation der Influenza-Impfquoten bei Senioren und weiteren Risikogruppenzuletzt aktualisiert am: April 2019

Erhöhung der Influenza-Impfquoten dringend notwendig – Impfquotenziel von 75% bei Senioren und Risikogruppen im Nationalen Impfplan weiterhin nicht erreicht

Hintergrund – Die saisonale Influenza („echte“ Grippe) löst jährlich im Winterhalbjahr eine Grippewelle in unterschiedlichem Ausmaß aus und führt regelmäßig zu einer erheblichen Anzahl von Arztbesuchen, Krankenhauseinweisungen und Todesfällen. Die jährliche Grippeimpfung ist besonders für Risikogruppen empfohlen und die wichtigste Präventionsmaßnahme überhaupt. Dabei unterscheidet sich die Wirksamkeit je nach Influenzavirustyp, Alter des Impflings und verwendetem Impfstoff. Mit der bevorzugten Verwendung eines Vierfachimpfsstoffs (aktuelle STIKO-Empfehlung) ist künftig auch mit einer höheren Wirksamkeit der Impfung zu rechnen.
Das von der EU ausgegebene Ziel, die Influenza-Impfquoten auf über 75% zu steigern, wurde auch in Deutschland angenommen und im Nationalen Impfplan (NIP) verankert. Zentrale Aufgabe der Nationalen Lenkungsgruppe Impfen (NaLI) ist die Umsetzung, Erfolgskontrolle und Fortschreibung des NIP. Die Geschäftsstelle der NaLI prüft daher regelmäßig die verfügbare Evidenz bzgl. der einzelnen Impfziele im NIP.

Methodik – Zur Bewertung der aktuellen Situation der Grippeimpfung in Deutschland wurden die vorhandenen Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV-Impfsurveillance und Versorgungsatlas) und die Online-Befragung von Krankenhauspersonal zur Influenza-Impfung (OkaPII) sowie Meldedaten gemäß IfSG (Survstat@RKI) bewertet.

Ergebnisse – Bei der Auswertung der vorliegenden Daten zeigte sich, dass die Influenza-Impfquoten bei Risikogruppen deutlich unter der EU-Zielvorgabe lagen. Zum Beispiel lag die Impfquote der über 60-Jährigen in der Saison 2016/17 nur bei durchschnittlich 34,8%. Regional gab es deutliche Unterschiede. Die Impfquoten in den neuen Bundesländern waren mit 50,9% deutlich höher als in den alten Bundesländern, in denen sie bei 29,8% lag. Insgesamt wurden in keinem Bundesland die angestrebten 75% erreicht. Zudem zeigen Daten der vergangenen Jahre, dass die Impfbereitschaft bei über 60-Jährigen sogar rückläufig ist. Bei einer weiteren Zielgruppe, dem Klinikpersonal mit Kontakt zu Patienten, lag die Influenza-Impfquote auf einem ähnlich niedrigen Niveau von 42%. Zwar waren mit 61% relativ viele der behandelnden Ärzte/innen geimpft, jedoch gerade einmal 33% des Patienten betreuenden Pflegepersonals.

Fazit – Die Impfquoten in Deutschland sind noch weit von der sowohl von der EU wie auch im NIP geforderten Marke von 75% für die Grippeimpfung entfernt. Besonders verdeutlichen die aktuellen Daten eine noch nicht ausreichende Akzeptanz der Impfung bei besonderen Zielgruppen wie dem med. Personal. Daher setzen sich die Mitglieder der NaLI bereits in vielfältiger Weise für eine Erhöhung der Impfquoten ein. Aktuell weist die NaLI in einem Schreiben an die Krankenhausleiter auf die wichtige Erhöhung des Impfschutzes beim Personal hin. Ziel ist es, gemeinsam Maßnahmen zu ergreifen, die die Bereitschaft der Bevölkerung sich gegen die Grippe zu impfen erhöht.

>> NaLI-Poster zu Influenza-Impfquoten 
     (69. Bundeskongress von BVÖGD und BZÖG in Kassel, April 2019)

NaLI-Poster: Stärkung der Impfqualifikation und des Impfschutzes von Medizinstudenten und med. Personalzuletzt aktualisiert am: April 2019

Die Nationale Lenkungsgruppe Impfen (NaLI) setzt sich für eine Stärkung der Impfqualifikation und des Impfschutzes von Medizinstudenten und med. Personal ein

Hintergrund und Fragestellung: Die Umsetzung des Nationalen Impfplans (NIP) sowie des Nationalen Aktionsplans 2015-2020 zur Masern- und Rötelnelimination (NAP) berührt Bund- und Länderzuständigkeiten und bedarf der Einbindung weiterer Akteure wie der Kostenträger und Ärzteschaft. Daher wurde im Jahr 2016 die von Bund und Ländern getragene Nationale Lenkungsgruppe Impfen (NaLI) mit Geschäftsstelle am LGL eingerichtet. Ein prioritäres Ziel der NaLI ist das WHO-Ziel der Masern- und Rötelnelimination. In der von der NaLI eingesetzten Arbeitsgruppe - AG Masern- und Rötelnelimination - sind deshalb weitere wesentliche Akteure, darunter ärztliche Berufsverbände inklusive ÖGD vertreten.

Methoden: Für eine Priorisierung analysierte die NaLI-AG Masern- und Rötelnelimination zunächst den aktuellen Stand der Umsetzung des NAP und NIP anhand der aktuellen Impfquoten- und Meldedaten,  Bewertungen der Nationalen Verifizierungskommission (NAVKO) und unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus den Nationalen Impfkonferenzen sowie einer Umfrage der Geschäftsstelle NIP.

Ergebnisse: Die im NAP festgelegten notwendigen Impfquoten zur Masern- und Rötelnelimination für das Jahr 2016 wurden trotz positivem Trend nicht erreicht. Studien zur Ermittlung möglicher Ursachen weisen u.a. auf deutliche Defizite beim Impfwissen unter Medizinstudenten sowie auf die niedrigen Impfquoten des med. Personals hin. Diese sind jedoch unverzichtbare Akteure beim Impfen und ihr eigener Impfschutz ist auch für den Patientenschutz von besonderer Bedeutung. Deshalb hat die AG diese als eine prioritäre Zielgruppe gewählt. Orientierende Umfragen weisen auf die unterschiedliche Impfausbildung an medizinischen Hochschulen hin. Eine Analyse der NIP-Geschäftsstelle ergab zudem, dass die entsprechende Richtschnur, der „Nationale Kompetenzbasierte Lernzielkatalog Medizin“ (NKLM) das Thema Impfen bislang nicht deutlich herausstellt. Auf noch mangelnden Impfschutz beim med. Personal weisen auch aktuelle Masernausbrüche an Krankenhäusern hin. Diese legten nahe, dass die neuen Regelungen des im Jahr 2015 in Kraft getretenen Präventionsgesetzes (§23a IfSG) mit den erweiterten Möglichkeiten für Krankenhausträger zur Verbesserung des Impfschutzes des med. Personals noch nicht ausreichend bekannt sind. Der ÖGD als wichtige Säule für das subsidiäre Impfangebot kann diese Aufgabe regional nur sehr unterschiedlich wahrnehmen. Von Amtsärzten werden daher Fortbildungen gewünscht. 

Fazit und Ausblick: Zur Förderung des Impfschutzes des med. Personals im Krankenhaus erstellte die NaLI-AG einen Brief an alle Krankenhausträger mit dem Hinweis auf den neuen §23a IfSG mit Recht des Arbeitgebers auf Kenntnis des Impfstatus und entsprechenden Einsatz des med. Personals. Zudem setzt sich die AG beim Med. Fakultätentag für eine adäquate Berücksichtigung des Impfens im NKLM und Entwicklung von Impfcurricula im Rahmen des Medizinstudiums ein. Auch unterstützt die NIP-Geschäftsstelle beim Aufbau von Impfkursen für den ÖGD.

>> NaLI-Poster zur Stärkung der Impfqualifikation
     (69. Bundeskongress von BVÖGD und BZÖG in Kassel, April 2019)

Letzte Aktualisierung: 13.10.2021

Wissenswertes

Aktuelle Impfempfehlungen der STIKO in Kalenderansicht (pdf)

© Nationale Lenkungsgruppe Impfen